Heinz Sadlutzki, DL1LBV, AGCW #3311
Mein Solarmodul von ca. 0,8 m° liefert bei guter Sonneneinstrahlung max. 4A in eine Auto-Batterie;
voll ausreichend für viele Stunden QRP-Betrieb, zumal beim Senden nur knapp 1A gezogen wird.
Das Modul habe ich fahrbar (mobil) gemacht und auf einer leichten Alu-Konstruktion unter einem festen
NeigungsWinkel von 45° montiert.
Damit kann ich meine Energiequelle immer fast optimal zur Sonne ausrichten.
Als TRX benutze ich den K1 von Elecraft; ein 4-Band—QRP-CW-Gerät für 40, 30, 20 und 17m.
Der Output ist gemäß Datenblatt ca. 5W!
Diese TX-Leistung wird allerdings nur erreicht bei 13,5V. Bei 12V Batteriespannung ist der Output deutlich geringer,
aber immer noch gut bei 3..4W.
Ich messe ständig mit 2 analogen Messinstrumenten U und I, damit ich den Ladezustand der Batterie und die
Ausgangsleistung des K1 sehe.
Drei wählbare CW-Filter stehen zur Verfügung und der eingebaute elektr. Memory-Keyer arbeitet optimal und lässt sich leicht einstellen.
Das angeklebte Mini-Paddle von Palm-Radio komplettiert dieses kleine, hervorragende „Kistchen" vorzüglich.
In EU bekomme ich Rapporte von S5..S9, wobei die Qualität des ausgesendeten CW-Signals gelobt wird.
Viele QRO-Stationen sind erstaunt über mein Signal und werden vielleicht daraus die richtigen Schlüsse ziehen!
Als Antennen habe ich nur Dipole für 40/30m inverted V aufgespannt.
An einem Spieth-Mast habe ich noch einen 20m Vertical-Strahler aus Elektriker-Litze angeklebt.
Auch bei den z.Z nicht gerade üppigen Bedingungen
ist ein Kontakt zu W1 gelungen! Die Antennensysteme (full-size) sollten gut auf den Nutzfrequenzbereich abgestimmt sein,
die Zuleitung (Koaxkabel) dämpfungsarm mit mindestens BNCVerbindern ausgerüstet sein.
Auf Antennenanpassgeräte kann dann gänzlich verzichtet werden.
Bei LowPower-Betrieb kommt es besonders darauf an, dass die HF verlustarm zur Antenne geleitet wird und dort voll,
ohne Reflektion, abstrahlen kann.

Mein Bestreben war und ist immer gewesen mit einfachen Mitteln weltweite (globale!) Kommunikation zu betreiben.
Dies ist mit Telegrafie, Einschalten der grauen Zellen, guter Betriebstechnik und simplem Equipment möglich
und macht mir immer mehr Spaß.
Es ist einfach spannend, auf den Bändern CQ zu rufen und alles dem Zufall zu überlassen.
Ich bin gespannt, wie es erst im Sonnenfleckenmaximum laufen wird und kann nur empfehlen, auch derartiges auszuprobieren:
im Sommer im Schatten eines Baumes im Garten ganz gemütlich die Taste oder das Paddle zu schwingen. Eine tolle Sache